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Rin and Seri Commander Guide – Cats & Dogs Commander Deep Dive

Rin and Seri Commander Guide – Cats & Dogs Commander Deep Dive

Shielded Lotus Commander Deep Dive: Rin and Seri, Inseparable – wenn Katzen und Hunde gemeinsam den Tisch übernehmen

Was passiert, wenn wir uns bei der ewigen Frage „Hund oder Katze?“ einfach nicht entscheiden wollen? Rin and Seri, Inseparable liefern darauf die vermutlich schönste Antwort, die Magic: The Gathering zu bieten hat: Wir nehmen einfach beides.

Hinter dem charmanten Cats-&-Dogs-Thema verbirgt sich allerdings ein überraschend leistungsfähiger Commander. Rin and Seri verwandeln praktisch jede passende Kreatur in zusätzliche Boardpräsenz, belohnen Changelings gleich doppelt und bringen mit ihrer aktivierten Fähigkeit sogar Removal, direkten Schaden und Lifegain direkt aus der Command Zone mit.

Dadurch lässt sich das Deck vom entspannten thematischen Casual-Deck bis hin zu einer deutlich optimierten Token- und Combo-Strategie entwickeln.

In unserem heutigen Shielded Lotus Commander Deep Dive schauen wir uns deshalb genau an, wie Rin and Seri funktionieren, welche Synergien das Deck wirklich voranbringen, wo seine größten Schwächen liegen und über welche Wege unsere ungewöhnliche Familie am Ende tatsächlich gewinnen kann.

Warum Rin and Seri, Inseparable?

Rin and Seri kosten {1}{R}{G}{W} und bringen als 4/4 Commander zunächst vernünftige Werte für vier Mana mit.

Interessant werden sie aber natürlich durch ihre Fähigkeiten.

Immer wenn wir einen Dog-Spell wirken, erzeugen wir einen 1/1 grünen Cat-Token.

Wirken wir dagegen einen Cat-Spell, erhalten wir einen 1/1 weißen Dog-Token.

Damit entsteht ein ausgesprochen einfacher Kreislauf:

Wir spielen Hunde und bekommen Katzen.

Wir spielen Katzen und bekommen Hunde.

Und je länger die Partie dauert, desto größer wird unsere gemeinsame Armee.

Der entscheidende Punkt dabei ist, dass die Fähigkeiten bereits beim Wirken des jeweiligen Spells ausgelöst werden. Die Kreatur muss also nicht erst erfolgreich ins Spiel kommen. Wird beispielsweise unser Cat-Spell gecountert, befindet sich Rin and Seris ausgelöste Fähigkeit bereits auf dem Stack.

Diese Mechanik macht den Commander etwas robuster, als man auf den ersten Blick vermuten könnte.

Die dritte Fähigkeit ist allerdings mindestens genauso interessant.

Für {R}{G}{W} und das Tappen von Rin and Seri fügen sie einem beliebigen Ziel Schaden entsprechend der Anzahl der Dogs zu, die wir kontrollieren. Gleichzeitig erhalten wir Leben entsprechend unserer Anzahl an Cats.

Unsere Token-Armee ist also nicht nur für Combat relevant.

Sie wird gleichzeitig zur Munition für unseren Commander.

Naya passt hervorragend zur Strategie

Mit Rot, Grün und Weiß bekommen wir eine Farbkombination, die gerade für Kreaturen- und Token-Decks ausgesprochen viel zu bieten hat.

Grün übernimmt Ramp, Creature-Tutoring und einige der besten Go-Wide-Finisher.

Weiß liefert effizientes Removal, Schutz und hervorragende Token-Synergien.

Rot bringt Haste, direkten Schaden und Effekte, die Kreaturen-ETBs in Schaden gegen unsere Gegner verwandeln können.

Das Ergebnis ist eine Mischung aus:

Cats & Dogs Typal, Tokens, Go-Wide Aggro, Anthem-Effekten und optional Combo.

Die natürliche Version des Decks würden wir allerdings klar als Token-/Go-Wide-Strategie betrachten.

Rin and Seri befinden sich aktuell auf EDHREC auf Rang #38 mit mehr als 24.000 registrierten Decks. Zu den wichtigsten Archetypen gehören Cats, Tokens und Dogs. Damit gehören die beiden weiterhin zu den populäreren Typal-Commandern des Formats.


So funktionieren Rin and Seri

Der grundlegende Mechanismus ist schnell verstanden.

Unsere Cats und Dogs sind nicht nur Kreaturen – sie sind gleichzeitig Token-Generatoren.

Das bedeutet beispielsweise:

Wir wirken einen Cat-Spell.

Rin and Seri triggern.

Wir erzeugen einen Dog.

Die ursprüngliche Cat kommt anschließend ebenfalls ins Spiel.

Aus einem Creature Spell entstehen damit zwei Bodies.

Bei einem Dog passiert dasselbe lediglich umgekehrt.

Das klingt zunächst unspektakulär. Über mehrere Züge entsteht daraus allerdings enormer Value.

Fünf Creature Spells können plötzlich zehn Kreaturen bedeuten.

Und genau diese Skalierung ist die Grundlage des Decks.

Changelings sind besonders interessant

Hier kommt eine der schönsten Synergien des Commanders ins Spiel.

Changeling bedeutet, dass eine Karte sämtliche Creature Types besitzt.

Ein Changeling ist damit gleichzeitig:

Cat.

Dog.

Elf.

Goblin.

Dragon.

Und sämtliche anderen Creature Types.

Für Rin and Seri interessieren uns natürlich insbesondere Cat und Dog.

Wirken wir einen Changeling, sieht die erste Fähigkeit einen Dog-Spell und die zweite einen Cat-Spell.

Damit lösen beide Fähigkeiten aus.

Wir erhalten:

1 Cat-Token + 1 Dog-Token.

Und anschließend kommt der Changeling selbst ins Spiel.

Ein einzelner Creature Spell erzeugt damit insgesamt drei Bodies.

Genau deshalb ist auch Maskwood Nexus für diese Strategie so interessant. Es sorgt dafür, dass unsere Creature Cards und Creature Spells sämtliche Creature Types besitzen.

Plötzlich können praktisch sämtliche Kreaturen beide Rin-and-Seri-Trigger auslösen.


Wie spielt sich ein Rin-and-Seri-Deck?

Early Game – zuerst die Grundlage

Rin and Seri kosten vier Mana und benötigen drei unterschiedliche Farben.

Unsere ersten Züge sollten deshalb vor allem dafür sorgen, dass unsere Manabase funktioniert.

Farseek, Nature's Lore, Three Visits und ähnliche Ramp-Effekte sind besonders angenehm, weil sie unsere Farben stabilisieren.

Sol Ring und Arcane Signet helfen natürlich ebenfalls.

Unser Ziel ist meistens:

Turn 2 Ramp.

Turn 3 oder 4 Rin and Seri.

Danach beginnen wir damit, unsere Cats und Dogs auszuspielen.

Das führt zu einer wichtigen Entscheidung:

Müssen wir unsere Kreatur wirklich vor dem Commander ausspielen?

Wenn nicht, kann es sinnvoll sein, einen Cat oder Dog noch einen Zug auf der Hand zu behalten.

Denn nach Rin and Seri bekommen wir den zusätzlichen Token gratis dazu.

Mid Game – die Familie wächst

Sobald Rin and Seri liegen, verändert sich unser Spiel.

Jetzt wollen wir möglichst effizient Creature Spells aneinanderreihen.

Cats erzeugen Dogs.

Dogs erzeugen Cats.

Changelings erzeugen beides.

Jetzt werden Token-Synergien zunehmend gefährlich.

Ein Token-Doubler verdoppelt die Produktion.

Ein Anthem verstärkt plötzlich zehn Kreaturen gleichzeitig.

Ein ETB-Damage-Effekt verwandelt jeden neuen Token in Schaden.

Und genau an diesem Punkt hören Rin and Seri auf, nur ein sympathisches Theme-Deck zu sein.

Sie werden zur Engine.

Late Game – aus Masse muss ein Sieg werden

Ein häufiger Fehler bei Token-Decks ist es, einfach immer mehr Tokens zu produzieren.

Zwanzig 1/1-Kreaturen sehen beeindruckend aus.

Aber sie gewinnen nicht automatisch.

Wir brauchen deshalb Karten, die unsere Quantität in Qualität verwandeln.

Hier kommen beispielsweise massive Anthem-Effekte, Trample, Double Strike oder direkter Schaden ins Spiel.

Und wir besitzen einen weiteren Vorteil:

Rin and Seri selbst können ein großes Board unmittelbar in Schaden übersetzen.


Wie bauen wir Rin and Seri?

Als Ausgangspunkt würden wir ungefähr folgende Verteilung empfehlen:

Kategorie Richtwert
Länder 35–37
Ramp 10–12
Cats, Dogs & Changelings 25–32
Card Draw 8–10
Removal 8–10
Schutz 4–6
Token-Engines 6–10
Finisher 4–6

Diese Kategorien überschneiden sich natürlich.

Eine Kreatur kann gleichzeitig Cat und Removal sein.

Ein Token-Enabler kann gleichzeitig Card Advantage erzeugen.

Genau solche Überschneidungen machen Commander-Decks effizient.

Ramp und Manabase

Unsere Manabase verdient besondere Aufmerksamkeit.

Rin and Seri benötigen Rot, Grün und Weiß. Für ihre aktivierte Fähigkeit brauchen wir ebenfalls alle drei Farben.

Deshalb ist Farbfixing wichtiger als beispielsweise bei einem zweifarbigen Elfendeck.

Besonders gefallen uns Ramp-Spells, die Länder direkt aus der Bibliothek suchen.

Farseek und Nature's Lore können uns dabei helfen, genau die Farbe zu finden, die noch fehlt.

Bei höherem Budget verbessert eine entsprechende Naya-Landbasis die Konstanz weiter.

Wir müssen dafür allerdings keineswegs sofort eine Premium-Manabase bauen.

Card Draw

Dieser Bereich ist enorm wichtig.

Unser Deck möchte viele Kreaturen spielen.

Dadurch kann folgende Situation entstehen:

Wir haben acht Kreaturen auf dem Battlefield.

Fünf Mana verfügbar.

Und keine Karten mehr auf der Hand.

Dann bringt uns selbst die beste Token-Engine wenig.

Skullclamp ist deshalb hervorragend.

Unsere kleinen 1/1-Tokens lassen sich in neue Karten verwandeln.

Auch Guardian Project, Welcoming Vampire, Tocasia's Welcome und ähnliche Engines können dafür sorgen, dass unsere Hand nicht leerläuft.

Removal

Swords to Plowshares und Path to Exile sind effiziente Antworten auf problematische Kreaturen.

Beast Within, Generous Gift und Chaos Warp sind flexibler.

Besonders interessant werden allerdings permanente Engines.

Aura Shards kann beispielsweise praktisch jede neu eintretende Kreatur in Artefakt- oder Enchantment-Removal verwandeln.

In einem Deck, das ständig zusätzliche Bodies erzeugt, ist das ausgesprochen mächtig.

Schutz

Hier sollten wir nicht sparen.

Heroic Intervention.

Boros Charm.

Teferi's Protection.

Flawless Maneuver.

Akroma's Will kann sogar Schutz und Finisher miteinander verbinden.

Warum ist dieser Bereich so wichtig?

Weil unser größtes Problem nicht unbedingt ein einzelnes Removal gegen Rin and Seri ist.

Es ist der Boardwipe.


Die wichtigsten Synergien

Cats & Dogs Typal

Die offensichtlichste Synergie ist gleichzeitig das Fundament.

Je mehr Cats und Dogs wir spielen, desto häufiger triggern Rin and Seri.

Typal-Effekte verstärken anschließend mehrere Kreaturen gleichzeitig.

Das ist wesentlich effizienter als einzelne Kreaturen mit Auren oder Equipment größer zu machen.

Ein Lord kann zehn Kreaturen gleichzeitig verbessern.

Genau das möchte ein Go-Wide-Deck.

Token-Synergien

Der zweite große Baustein sind Token-Effekte.

Anointed Procession, Parallel Lives und ähnliche Karten verändern die Mathematik erheblich.

Normalerweise:

Ein Cat-Spell → ein Dog-Token.

Mit einem Token-Doubler:

Ein Cat-Spell → zwei Dog-Tokens.

Bei Changelings wird es noch interessanter.

Normal:

ein Cat + ein Dog.

Mit Verdopplung:

zwei Cats + zwei Dogs.

Damit kann sich unser Board innerhalb weniger Spells vervielfachen.

Changelings

Changelings sind nicht einfach nur Ersatz für fehlende Cats oder Dogs.

Sie sind bei Rin and Seri besonders effizient.

Ein normaler Cat löst einen Trigger aus.

Ein normaler Dog ebenfalls.

Ein Changeling löst beide aus.

Damit erhalten wir mehr Commander-Value pro Karte.

Anthems und +1/+1-Counter

Viele kleine Kreaturen benötigen Unterstützung.

Wenn ein Effekt lediglich eine Kreatur um +1/+1 verstärkt, ist das überschaubar.

Verstärkt er zwölf Kreaturen, entstehen zwölf zusätzliche Punkte Stärke.

Deshalb skalieren Anthem-Effekte hervorragend mit unserem Board.

Noch wichtiger werden Effekte, die zusätzlich Evasion liefern.

Trample ist besonders wertvoll.

Ohne Trample kann ein 20/20-Token immer noch von einer 1/1-Kreatur geblockt werden.

Token zu Schaden

Nicht jede Partie lässt sich über Combat gewinnen.

Genau deshalb sind Effekte interessant, die neue Kreaturen direkt in Schaden übersetzen.

Impact Tremors ist das klassische Beispiel.

Jeder neue Token verursacht Schaden an allen Gegnern.

Unsere Token-Engine bekommt dadurch eine zweite Funktion:

Sie baut nicht nur ein Board auf.

Sie reduziert gleichzeitig die Lebenspunkte unserer Gegner.

Untap-Effekte

Rin and Seris aktivierte Fähigkeit benötigt das Tappen des Commanders.

Normalerweise können wir sie deshalb nur einmal pro Untap-Zyklus verwenden.

Untap-Effekte verändern diese Begrenzung.

Je größer unsere Cats-&-Dogs-Armee ist, desto interessanter wird jede zusätzliche Aktivierung.

Wichtig:

Mehrfaches Enttappen ist eine starke Engine – aber nicht automatisch eine Infinite Combo.

Diese Unterscheidung sollten wir beim Deckbau immer sauber treffen.


Echte Infinite Combo: Rin and Seri + Earthcraft + Whitemane Lion

Rin and Seri müssen keineswegs als Combo-Commander gespielt werden.

Wer das Deck stärker optimieren möchte, besitzt allerdings Zugriff auf eine sehr interessante commanderspezifische Schleife.

Commander Spellbook dokumentiert die Kombination aus Rin and Seri, Earthcraft und Whitemane Lion als echte Infinite Combo.

Combo auf Commander Spellbook ansehen

Wir benötigen:

Rin and Seri auf dem Battlefield.

Earthcraft.

Whitemane Lion auf unserer Hand.

Eine Basic Plains.

Und die notwendigen Startressourcen.

So funktioniert die Combo

Wir wirken Whitemane Lion.

Da er eine Cat ist, löst Rin and Seris Cat-Trigger aus.

Wir erzeugen einen Dog-Token.

Whitemane Lion kommt ins Spiel und seine eigene Fähigkeit verlangt, dass wir eine Kreatur auf unsere Hand zurücknehmen.

Wir können den Lion selbst wählen.

Earthcraft erlaubt uns gleichzeitig, unsere Kreaturen zu tappen, um ein Basic Land zu enttappen.

Dadurch können wir die notwendigen Manaressourcen wiederherstellen und Whitemane Lion erneut wirken.

Wir wiederholen den Vorgang.

Und wieder.

Und wieder.

Dadurch entstehen beliebig viele Creature-ETB- und LTB-Ereignisse sowie beliebig viele entsprechende Token-/Trigger-Ereignisse.

Mit einem passenden Payoff wird daraus der Sieg.

Impact Tremors ist beispielsweise ausgesprochen offensichtlich.

Jeder neue Token verursacht Schaden an unseren Gegnern.

Beliebig viele Tokens beziehungsweise ETB-Ereignisse bedeuten damit beliebig viele Damage-Trigger.

Das ist eine echte Infinite Combo.

Für ein entspanntes Cats-&-Dogs-Casual-Deck benötigen wir sie allerdings überhaupt nicht.


Die größten Schwächen

Rin and Seri haben einige sehr klare Schwachstellen.

Boardwipes

Das ist mit Abstand unser größtes Problem.

Unsere Stärke liegt darin, viele Permanents aufzubauen.

Ein Boardwipe bestraft genau das.

Wir verlieren nicht nur Rin and Seri.

Wir verlieren vielleicht:

fünf Cats,

sechs Dogs,

einen Lord,

eine Utility-Kreatur

und unseren Combat-Plan.

Deshalb müssen wir zwei Dinge lernen:

Schutz spielen und nicht overextenden.

Wenn zwölf Kreaturen bereits genug sind, um einen Gegner massiv unter Druck zu setzen, müssen wir nicht zwangsläufig noch fünf weitere ausspielen.

Drei Farben

Naya ist hervorragend für unsere Strategie.

Aber drei Farben erhöhen die Anforderungen an die Manabase.

Rin and Seri benötigen alle drei Farben.

Ihre aktivierte Fähigkeit benötigt ebenfalls {R}{G}{W}.

Eine Starthand mit ausschließlich Forests ist deshalb trotz grüner Ramp möglicherweise problematisch.

Commander Removal

Unser Deck kann ohne Rin and Seri funktionieren.

Aber wesentlich schlechter.

Jeder Cat oder Dog erzeugt plötzlich keinen zusätzlichen Body mehr.

Auch unsere eingebaute Damage-/Lifegain-Engine verschwindet.

Nach mehrmaligem Removal wird die Commander Tax deshalb zunehmend unangenehm.

Die Hand leert sich schnell

Creature-Decks besitzen ein natürliches Problem:

Sie können unglaublich schnell Karten ausspielen.

Das fühlt sich zunächst hervorragend an.

Bis die Hand leer ist.

Card Draw ist deshalb kein Luxus.

Er ist Bestandteil unserer Engine.

Steigender Hassfaktor

Fünf Cats und Dogs wirken harmlos.

Zwölf nicht mehr.

Zwölf mit Token-Doubler erst recht nicht.

Unser Board macht häufig sehr offensichtlich, wie gefährlich wir werden.

Wir müssen deshalb damit rechnen, irgendwann zum Ziel des Tisches zu werden.


Wie gewinnen Rin and Seri?

Gewinnweg 1: Combat Overwhelm

Zuverlässigkeit: 5/5
Geschwindigkeit: 3,5/5
Unterbrechbarkeit: 3/5

Das ist unser natürlichster Gewinnweg.

Wir bauen eine große Armee.

Dann verwandeln wir Masse in Schaden.

Jetmir, Nexus of Revels ist hierfür nahezu perfekt.

Er belohnt uns dafür, möglichst viele Kreaturen zu kontrollieren, und kann unserer Armee abhängig von ihrer Größe unter anderem Vigilance, Trample und Double Strike geben.

Auch Beastmaster Ascension oder Akroma's Will können ähnliche Rollen übernehmen.

Der wichtigste Punkt:

Wir brauchen einen Finisher.

Nur viele Tokens zu kontrollieren reicht nicht.

Gewinnweg 2: Token-to-Damage

Zuverlässigkeit: 4/5
Geschwindigkeit: 4/5
Unterbrechbarkeit: 3,5/5

Hier umgehen wir Combat.

Effekte wie Impact Tremors bestrafen unsere Gegner für jede Kreatur, die bei uns ins Spiel kommt.

Das ist besonders wertvoll gegen Decks, die Combat erschweren.

Große Blocker?

Egal.

Ghostly-Prison-Effekte?

Wesentlich weniger relevant.

Unsere Kreaturen müssen überhaupt nicht angreifen.

Sie müssen lediglich ins Spiel kommen.

Gewinnweg 3: Rin and Seri selbst

Zuverlässigkeit: 3,5/5
Geschwindigkeit: 3/5
Unterbrechbarkeit: 3/5

Die aktivierte Fähigkeit des Commanders wird gerne unterschätzt.

Haben wir beispielsweise acht Dogs und sechs Cats, bedeutet eine Aktivierung:

8 Schaden an ein beliebiges Ziel.

6 Leben für uns.

Damit können wir eine problematische Kreatur entfernen.

Einen Planeswalker ausschalten.

Oder einem Spieler die letzten Lebenspunkte nehmen.

Gleichzeitig stabilisieren wir unseren eigenen Lebenspunktestand.

Mit Untap-Effekten wird diese Fähigkeit noch gefährlicher.

Gewinnweg 4: Infinite Combo

Zuverlässigkeit: 3/5
Geschwindigkeit: 4/5
Unterbrechbarkeit: 3/5

Earthcraft + Whitemane Lion + Rin and Seri ermöglicht die zuvor erklärte Schleife.

Mit einem entsprechenden ETB-Payoff können wir daraus einen unmittelbaren Sieg machen.

Diese Variante würde ich allerdings klar von der normalen Casual-Version trennen.

Ein Deck mit gezielten Tutoren für eine Infinite Combo spielt sich fundamental anders als ein thematisches Cats-&-Dogs-Deck.


Welches Powerlevel erreichen Rin and Seri?

Casual

Hier fühlen sich Rin and Seri hervorragend an.

Wir spielen viele thematische Cats und Dogs.

Einige Token-Synergien.

Wenig oder keine Tutoren.

Keine Infinite Combos.

Das Deck besitzt einen klaren Plan, ohne jede Partie möglichst effizient beenden zu wollen.

Bewertung: 3/5.

Improved Casual

Hier liegt für uns der Sweet Spot.

Wir verbessern die Manabase.

Spielen effizienten Ramp.

Besseren Card Draw.

Mehr Schutz.

Stärkere Token-Engines.

Und echte Finisher.

Das Ergebnis ist ein deutlich konstanteres Deck, ohne dass wir das Cats-&-Dogs-Thema aufgeben müssen.

Bewertung: 4/5.

High Power

Auch hier können Rin and Seri funktionieren.

Jetzt benötigen wir allerdings stärkere Tutoren, effiziente Combo-Linien, eine hochwertige Manabase und deutlich mehr Interaktion.

Das Deck entfernt sich dadurch zunehmend von seinem ursprünglichen Theme-Deck-Charakter.

Bewertung: etwa 4–4,5/5 innerhalb unserer allgemeinen Commander-Skala.

cEDH

Hier sehen wir Rin and Seri nicht als natürliche Wahl.

Vier Mana sind eine erhebliche Investition.

Der Commander erzeugt keinen direkten Card Advantage.

Die Strategie benötigt häufig mehrere Permanents.

Und Naya besitzt nicht dieselben Möglichkeiten zur Stack-Interaktion wie blaue Farbkombinationen.

Wer Rin and Seri maximal optimieren möchte, kann ein sehr starkes Commander-Deck bauen.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass daraus ein konkurrenzfähiger cEDH-Commander wird.

Bewertung: 2/5.


Wie teuer muss das Deck sein?

Eine der sympathischsten Eigenschaften von Rin and Seri ist ihre Budgetfreundlichkeit.

Das grundlegende Konzept benötigt keine extrem teuren Karten.

Budget

Schon mit einem überschaubaren Budget können wir einen funktionierenden Kern bauen.

Wir brauchen:

Cats.

Dogs.

Ramp.

Card Draw.

Removal.

Token-Synergien.

Und einige Finisher.

Viele dieser Karten sind günstig erhältlich.

Gerade für Spieler, die zunächst ein thematisches Casual-Deck möchten, ist das hervorragend.

Mittleres Budget

Wenn wir mehr investieren möchten, würden wir das Geld zunächst nicht in spektakuläre Einzelkarten stecken.

Unsere Prioritäten wären:

  1. bessere Manabase

  2. zuverlässiger Card Draw

  3. Schutz gegen Boardwipes

  4. stärkere Token-Engines

  5. effiziente Finisher.

Diese Verbesserungen erhöhen die Konstanz des gesamten Decks.

Optimiert

Erst danach werden Premium-Tutoren, besonders starke Länder oder Karten wie Earthcraft wirklich interessant.

Auch Gaea's Cradle kann natürlich absurd stark sein, wenn wir zehn oder mehr Kreaturen kontrollieren.

Aber sie ist absolut keine Voraussetzung dafür, dass Rin and Seri funktionieren.

Ein gutes Rin-and-Seri-Deck sollte nicht davon abhängen, ob eine einzelne extrem teure Karte enthalten ist.


Für wen sind Rin and Seri perfekt?

Rin and Seri eignen sich hervorragend für Spieler, die ein Deck mit einer sehr klaren Identität suchen.

Wer Cats & Dogs liebt, bekommt offensichtlich ein fantastisches Thema.

Aber der Commander bietet mehr als nur Flavor.

Rin and Seri passen besonders gut zu euch, wenn ihr:

gerne viele Kreaturen kontrolliert,

Token-Strategien mögt,

Combat nicht komplett vermeiden wollt,

Synergien zwischen Creature Types interessant findet,

ein Deck vom Casual- bis in einen deutlich stärkeren Bereich weiterentwickeln möchtet

und einen Commander sucht, der auch für neuere Spieler verständlich bleibt.

Weniger geeignet sind sie dagegen für Spieler, die:

Control spielen möchten,

möglichst wenig Battlefield-Präsenz benötigen wollen,

hauptsächlich auf dem Stack interagieren möchten

oder einen extrem schnellen Combo-Commander suchen.


Shielded-Lotus-Gesamtbewertung

Kategorie Bewertung
Stärke 4/5
Konstanz 4/5
Geschwindigkeit 3,5/5
Widerstandsfähigkeit 3/5
Schwierigkeit 2,5/5
Spielspaß 5/5
Flexibilität 4,5/5
Budgetfreundlichkeit 4,5/5
Einsteigerfreundlichkeit 4,5/5

Unser Fazit

Rin and Seri, Inseparable sind ein hervorragendes Beispiel dafür, dass ein thematisches Commander-Deck nicht schwach sein muss.

Auf den ersten Blick geht es um etwas ausgesprochen Einfaches:

Katzen und Hunde.

Doch genau daraus entwickelt sich eine erstaunlich vielseitige Engine.

Unsere Creature Spells erzeugen zusätzliche Bodies. Changelings können beide Seiten gleichzeitig bedienen. Token-Effekte vervielfachen unsere Armee. Anthem- und Combat-Finisher verwandeln Masse in Schaden. ETB-Effekte geben uns einen zweiten Gewinnweg außerhalb des Kampfes. Und Rin and Seri selbst liefern Removal, direkten Schaden und Lifegain direkt aus der Command Zone.

Besonders gefällt uns, wie gut sich das Deck an unterschiedliche Spielgruppen anpassen lässt.

Für eine entspannte Runde können wir fast vollständig beim Cats-&-Dogs-Thema bleiben und bewusst auf Infinite Combos verzichten.

Für Improved Casual erhöhen wir die Qualität von Ramp, Draw, Schutz und Finishers.

Und wer deutlich stärker spielen möchte, kann Changelings, Tutoren und echte Combo-Linien integrieren.

Die zentrale Schwäche bleibt dabei immer dieselbe:

Unser Battlefield ist unsere wichtigste Ressource.

Wer seine komplette Hand auf den Tisch legt und anschließend in einen Boardwipe läuft, wird häufig mehrere Züge benötigen, um wieder ins Spiel zu kommen. Gute Rin-and-Seri-Spieler müssen deshalb nicht nur wissen, wann sie weitere Kreaturen spielen können – sondern vor allem, wann sie es nicht tun sollten.

Eine Einsteigerfreundliche Version ist bei uns im Shop natürlich bereits vorhanden, schaut hierzu einfach mal hier rein:

Link zum Deck: Klicke Hier 

Für uns liegt der Sweet Spot eindeutig im Casual- bis Improved-Casual-Bereich.

Dort können Rin and Seri genau das tun, was sie besonders macht: ein starkes, zugängliches und unglaublich sympathisches Theme-Deck anführen, das friedlich aussieht, bis plötzlich eine ganze Armee aus Katzen und Hunden auf der anderen Seite des Tisches steht.

Denn bei Rin and Seri müssen wir uns nicht zwischen Hund und Katze entscheiden.

Die Familie gewinnt gemeinsam.

 

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